PAUL MARTIN

Was würde sich verändern, wenn 3 % Ihrer Gedanken neu wären?

„Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht 100 Bilder über dasselbe Thema malen“ (Pablo Picasso)


Gesamtheitliche Lösungen für anspruchsvolle Aufgaben- bzw. Fragestellungen beginnen mit kreativen und teilweise ungewöhnlichen Ideen. Doch wie und wann entstehen diese? Betrachten wir es stochastisch und an einem Beispiel: Ein Fahrradfahrer hat die Aufgabe, schnellstmöglich einen 5 Kilometer entfernten Ort zu erreichen. Gibt es nur einen Weg zu seinem Ziel, kann er sich höchstens bemühen, schnell zu fahren, kennt er jedoch einen zweiten Lösungsweg, kann er abwägen, ob dieser kürzer ist. Wenn wir die Anzahl der Möglichkeiten erhöhen, erhöhen wir den Grad an Freiheit und die Wahrscheinlichkeit für eine Lösungsfindung.


„Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben“ (Pablo Picasso)


Viele Menschen schränken den Grad ihrer Freiheit ein. Der Mensch hat durchschnittlich 60.000 Gedanken am Tag, wovon gerade einmal 2 % neu sind — der Rest besteht aus Erinnerungen, festen Meinungen und der Wertung von sich selbst und seinem Umfeld — jeder neue Tag bringt ihm 23,5 Stunden, die er bereits erlebt hat (rein theoretisch). Wir leben in Mustern, sodass es nicht überrascht, wenn man sich täglich über den gleichen „faulen“ Kollegen ärgert, der mal wieder an der Kaffeemaschine steht, ohne zu wissen, dass er die ganze Nacht an einem Pitch gearbeitet hat ... — Was würde sich an dem eingeprägten Menschenbild ändern, wenn man diesen Umstand erfahren würde?


„Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“ (Albert Einstein)


Wie beeinträchtigen vorgefasste Meinungsbilder die potenzielle Lösungskompetenz? Wie viele Lösungswege werden voreilig ausgeschlossen oder erst gar nicht erkannt? Wir müssen beginnen, uns zu befreien: Frei von der gewohnten Umgebung, frei von altbekannten Zweifeln und frei von den sich wiederholenden Gedanken, identifizieren wir die eigentliche Fragestellung und entwickeln die Fähigkeit, inspiriert zu werden. Auf einmal betrachtet man die Aufgabenstellung aus einer anderen Perspektive, nimmt die Gesamtheit aller Einflüsse wahr und durchdenkt die Idee, die ein Kollege geäußert hat. So stellte Dr. Kondal Reddy Kandadi von der University of Bolton fest, dass 99 % aller Innovationen, die aus Unternehmen hervorgehen, nicht in andauernden Meetings und am Arbeitsplatz entstehen, sondern während spontaner Zusammenkünfte, an Orten wie eben der Kaffeemaschine und in der Freizeit. Jetzt haben wir die Fähigkeit, nicht nur bereits gegebene Möglichkeiten neu zu betrachten, sondern neue Lösungswege zu entdecken.


„Wenn Du sprichst, wiederholst du nur, was Du schon weißt ... Aber wenn Du zuhörst, lernst Du vielleicht etwas Neues“ (Dalai Lama)


Nachdem sich Leonardo da Vinci dafür entschieden hatte, welchen Charakter er als nächstes zeichnen wollte, fragte er sich, wo er ein natürliches Modell dafür finden würde. So ging er auf der Suche nach einem fröhlichen und einfachen Charakter in eine Bar, hatte ein Notizbuch an seinem Gürtel befestigt, stellte sich in eine Ecke und fing an, den passenden Menschen zu zeichnen. Reichte die Zeit nicht aus, passierte es des Öfteren, dass er diese Person einfach auf ihrem Heimweg verfolgte, um seine Beobachtung vollständig festhalten zu können.


Nehmen wir unser Umfeld mit offenen Augen wahr, kann ein Ereignis, wie beispielsweise ein fallender Apfel, die bisher fehlende Information beinhalten. Es folgt die Erkenntnis, in diesem Beispiel die Definition der Gravitationsgesetze durch Isaac Newton. Denken wir zurück. Haben Sie im Herbst auch fallende Blätter beobachtet? Was wir damals wohl alles verstanden haben? Dass wir in einem permanenten Zyklus leben? Die Erde die Dinge anzuziehen scheint? Die Form des Blattes dazu führt, dass es sanft auf der Erde ankommt? Wir müssen wieder nach draußen gehen, zur Ruhe kommen uns fragen, was die eigentliche Frage ist.


Was würde sich in Ihrem Leben verändern, wenn 3 % Ihrer Gedanken neu sind?


Möchte man also die Rahmenbedingungen im Unternehmen verändern, ist es wichtig, eine Kultur zu etablieren, in der andere Perspektiven verstanden, respektiert und potenziell übernommen werden, immer neue Perspektiven gesucht und Perspektiven hinzugezogen werden, die durch andere Einflüsse, Fähigkeiten und Erfahrungen geprägt sind. Dann können wir damit beginnen, diese Möglichkeiten zu analysieren, miteinander zu verbinden und uns damit zu befassen, wie eine Idee in die Umsetzung kommt. Für alle bekannten Persönlichkeiten, die in diesem Text zitiert werden, gilt am Schluss die gleiche Variable wie für uns: die Zeit, 24 Stunden am Tag, ein ganzes Leben. Denken wir an ein Buch: Würden Sie es lesen, wenn sich der Inhalt Seite für Seite wiederholt? Wie viele Seiten könnten Sie ohne Wiederholungen schreiben? Was wollen Sie über sich lesen? Die Frage ist, wie viel Neues ein Tag bringen soll und welche Momente es wert sind, wiederholt zu werden. Investieren wir einen Tag in ein Buch, beispielsweise eine Biografie bzw. eine Zusammenfassung eines ganzen Lebens, lernen wir Neues und steigern unser Potenzial, Neues zu gestalten.


„The meaning of life is to find your gift. The purpose of life is to give it away“ (Pablo Picasso)

„Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht 100 Bilder über dasselbe Thema malen“ (Pablo Picasso)


Gesamtheitliche Lösungen für anspruchsvolle Aufgaben- bzw. Fragestellungen beginnen mit kreativen und teilweise ungewöhnlichen Ideen. Doch wie und wann entstehen diese? Betrachten wir es stochastisch und an einem Beispiel: Ein Fahrradfahrer hat die Aufgabe, schnellstmöglich einen 5 Kilometer entfernten Ort zu erreichen. Gibt es nur einen Weg zu seinem Ziel, kann er sich höchstens bemühen, schnell zu fahren, kennt er jedoch einen zweiten Lösungsweg, kann er abwägen, ob dieser kürzer ist. Wenn wir die Anzahl der Möglichkeiten erhöhen, erhöhen wir den Grad an Freiheit und die Wahrscheinlichkeit für eine Lösungsfindung.


„Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben“ (Pablo Picasso)


Viele Menschen schränken den Grad ihrer Freiheit ein. Der Mensch hat durchschnittlich 60.000 Gedanken am Tag, wovon gerade einmal 2 % neu sind — der Rest besteht aus Erinnerungen, festen Meinungen und der Wertung von sich selbst und seinem Umfeld — jeder neue Tag bringt ihm 23,5 Stunden, die er bereits erlebt hat (rein theoretisch). Wir leben in Mustern, sodass es nicht überrascht, wenn man sich täglich über den gleichen „faulen“ Kollegen ärgert, der mal wieder an der Kaffeemaschine steht, ohne zu wissen, dass er die ganze Nacht an einem Pitch gearbeitet hat ... — Was würde sich an dem eingeprägten Menschenbild ändern, wenn man diesen Umstand erfahren würde?


„Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“ (Albert Einstein)


Wie beeinträchtigen vorgefasste Meinungsbilder die potenzielle Lösungskompetenz? Wie viele Lösungswege werden voreilig ausgeschlossen oder erst gar nicht erkannt? Wir müssen beginnen, uns zu befreien: Frei von der gewohnten Umgebung, frei von altbekannten Zweifeln und frei von den sich wiederholenden Gedanken, identifizieren wir die eigentliche Fragestellung und entwickeln die Fähigkeit, inspiriert zu werden. Auf einmal betrachtet man die Aufgabenstellung aus einer anderen Perspektive, nimmt die Gesamtheit aller Einflüsse wahr und durchdenkt die Idee, die ein Kollege geäußert hat. So stellte Dr. Kondal Reddy Kandadi von der University of Bolton fest, dass 99 % aller Innovationen, die aus Unternehmen hervorgehen, nicht in andauernden Meetings und am Arbeitsplatz entstehen, sondern während spontaner Zusammenkünfte, an Orten wie eben der Kaffeemaschine und in der Freizeit. Jetzt haben wir die Fähigkeit, nicht nur bereits gegebene Möglichkeiten neu zu betrachten, sondern neue Lösungswege zu entdecken.


„Wenn Du sprichst, wiederholst du nur, was Du schon weißt ... Aber wenn Du zuhörst, lernst Du vielleicht etwas Neues“ (Dalai Lama)


Nachdem sich Leonardo da Vinci dafür entschieden hatte, welchen Charakter er als nächstes zeichnen wollte, fragte er sich, wo er ein natürliches Modell dafür finden würde. So ging er auf der Suche nach einem fröhlichen und einfachen Charakter in eine Bar, hatte ein Notizbuch an seinem Gürtel befestigt, stellte sich in eine Ecke und fing an, den passenden Menschen zu zeichnen. Reichte die Zeit nicht aus, passierte es des Öfteren, dass er diese Person einfach auf ihrem Heimweg verfolgte, um seine Beobachtung vollständig festhalten zu können.


Nehmen wir unser Umfeld mit offenen Augen wahr, kann ein Ereignis, wie beispielsweise ein fallender Apfel, die bisher fehlende Information beinhalten. Es folgt die Erkenntnis, in diesem Beispiel die Definition der Gravitationsgesetze durch Isaac Newton. Denken wir zurück. Haben Sie im Herbst auch die fallenden Blätter beobachtet? Was wir damals wohl alles verstanden haben? Dass wir in einem permanenten Zyklus leben? Die Erde die Dinge anzuziehen scheint? Die Form des Blattes dazu führt, dass es sanft auf der Erde ankommt? Wir müssen wieder nach draußen gehen, zur Ruhe kommen uns fragen, was die eigentliche Frage ist.


Was würde sich in Ihrem Leben verändern, wenn 3 % Ihrer Gedanken neu sind?


Möchte man also die Rahmenbedingungen im Unternehmen verändern, ist es wichtig, eine Kultur zu etablieren, in der andere Perspektiven verstanden, respektiert und potenziell übernommen werden, immer neue Perspektiven gesucht und Perspektiven hinzugezogen werden, die durch andere Einflüsse, Fähigkeiten und Erfahrungen geprägt sind. Dann können wir damit beginnen, diese Möglichkeiten zu analysieren, miteinander zu verbinden und uns damit zu befassen, wie eine Idee in die Umsetzung kommt. Für alle bekannten Persönlichkeiten, die in diesem Text zitiert werden, gilt am Schluss die gleiche Variable wie für uns: die Zeit, 24 Stunden am Tag, ein ganzes Leben. Denken wir an ein Buch: Würden Sie es lesen, wenn sich der Inhalt Seite für Seite wiederholt? Wie viele Seiten könnten Sie ohne Wiederholungen schreiben? Was wollen Sie über sich lesen? Die Frage ist, wie viel Neues ein Tag bringen soll und welche Momente es wert sind, wiederholt zu werden. Investieren wir einen Tag in ein Buch, beispielsweise eine Biografie bzw. eine Zusammenfassung eines ganzen Lebens, lernen wir Neues und steigern unser Potenzial, Neues zu gestalten.


„The meaning of life is to find your gift. The purpose of life is to give it away“ (Pablo Picasso)

Unsere Lösungen

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